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5 Tipps wie sich Online-Händler vor Internetbetrug schützen

Tipps gegen Internetbetrug

Gestohlene Kreditkarten. Geklaute Identitäten. Fiktive Zahlungsdaten. Online-Händler haben zunehmend mit Internetbetrug zu kämpfen. Dabei reicht das Täterspektrum vom Gelegenheitsbetrüger bis hin zu organisierten Betrugsversuchen. Für Händler können die Folgen bei entsprechender Häufung verheerend sein. Damit Sie kein Opfer von Internetbetrügern werden, verraten wir Ihnen, welche Maßnahmen Sie zum Schutz ergreifen können.

1. Sperrlisten von Internetbetrügern führen

Führen Sie eine Sperrliste! Sind Sie und Ihr Online Shop bereits Opfer von Internetbetrug geworden, dann notieren Sie die Daten des Täters in einer Sperrliste. Diese können Sie dann kontinuierlich mit hereinkommenden Bestelldaten abgleichen und schnell erkennen, ob er es erneut versucht. So schützen Sie sich davor, noch einmal auf die Masche diese Online-Betrügers hereinzufallen.

2. Verdächtige Bestellungen persönlich prüfen

Bestellungen, die Ihnen verdächtig vorkommen (z.B. Rechnungs- und Lieferadresse befinden sich kilometerweit entfernt), sollten Sie durchaus persönlich prüfen. Manchmal hilft ein Anruf beim Besteller oder ein Quercheck über Google, um die Existenz des Käufers zu überprüfen. Wer im eCommerce unterwegs ist, sollte ein gutes Auge dafür entwickeln, wo Unstimmigkeiten im Bestellverlauf auf Online-Betrug hinweisen können.

Hinweise sind beispielsweise:

  • Ein überdurchschnittlich hoher Warenkorbwert
  • Lieferadresse und Standort der IP-Adresse, des Bestellers stimmen nicht überein.
  • IP des Kunden ist mittels Anonymisierung verschleiert worden.
  • Der Kunde verschmäht Rabatte oder Sonderangebote.
  • Die Bestellung erfolgt spätabends oder nachts.

3. Online-Betrug aufdecken: Abgleichen, abgleichen, abgleichen!

Verdächtige Bestellungen prüfen? Das klingt gut, doch wie erkennt man verdächtige Bestellungen? Dabei hilft ein konsequenter Abgleich vorhandener Daten. So können Sie beispielsweise anhand eines Bank Account Checks bei Lastschriftenzahlungen erkennen, ob ein Internetbetrug vorliegt. Damit ermitteln Sie, ob die angegebene IBAN plausibel ist und in dieser Form existieren kann. Sie können auch abgleichen, ob die Lieferadresse mit der IP-Adresse des Bestellers konform geht. Definieren Sie sich als Online Händler einige Datenpunkte, die sie abgleichen und auf ihre Plausibilität hin prüfen können.

4. Betrug automatisch erkennen: Holen Sie sich Hilfe!

Natürlich ist ein manueller Abgleich und eine persönliche Prüfung nur mit entsprechendem Personalaufwand zu bewältigen. Daher sollten Sie schon frühzeitig an einer Strategie arbeiten, die verdächtige Bestellvorgänge automatisiert herausfiltert. Eine solche Automatisierung setzt ein gewisses technisches Knowhow voraus. Wenn Sie diese nicht selbst vorweisen, gibt es entsprechende Software oder kompetente Berater, die Ihnen dort zur Seite stehen können. Eine gute Kombination zwischen Mensch und Maschine hat sich in der Betrugsprävention bewährt.

5. Im Fall des Falles: Wie sollten Sie bei Betrug reagieren?

Sie sind Opfer von Internetbetrug geworden? Was können Sie nun tun? Zunächst einmal sollten Sie ruhig bleiben und den Schaden sachlich dokumentieren, d.h. speichern Sie alle Dokumente (z.B. Bestelleingang, Versandinformationen, …) gesichert ab. Diese Dokumentation bildet Ihre Grundlage für die Strafanzeige, die Sie unbedingt stellen sollten. Viele Online-Händler scheuen sich vor dem aufwändigen Behördengang, doch damit gerade organisierte Banden gefasst werden können, sollte jeder Vorfall gemeldet werden. So bietet beispielsweise Europol mit dem EC3 (Europols European Cybercrime Centre) auch Online-Händlern eine Anlaufstelle, um Betrugsfälle nicht nur zu melden, sondern sich auch gegen sie zu wappnen.

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