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Neue Rückgaberegelung bei Amazon

Rückgaberegelung

Der Online-Gigant Amazon führt ab 2. Oktober 2017 neue Richtlinien zur Retouren-Abwicklung ein.

Bereits im April dieses Jahres erfolgten zum Ärger zahlreicher Händler Anpassungen. Kunden können seitdem ohne Angaben von Gründen ihr bestelltes Produkt binnen 30 Tagen nach Erhalt zurücksenden. Darüber hinaus kann die Rückerstattung des Verkaufspreises verlangt werden, sofern die Ware unversehrt ist. Der Kunde bekommt zudem die Rücksendekosten erstattet, wenn er einen Artikel mit einen Verkaufspreis von mehr als 40 Euro innerhalb der ersten 14 Tage zurücksendet. Innerhalb von 30 Tagen sind Retouren von Bekleidung, Handtaschen und Schuhen kostenlos. Händler müssen dem Kunden die Versandkosten erstatten.

Zusätzliche Änderungen folgen

Ab Oktober folgt nunmehr eine weitere Änderung. Seller, die über den Marktplatz ihre Produkte vertreiben, müssen zukünftig Warensendungen automatisiert ohne Angabe von Gründen zurücknehmen. Amazon beschreibt das genaue Vorgehen in einer E-Mail an seine Händler in dieser Woche. Der Endkunde hat es damit noch einfacher. Musste er zuvor noch mit dem Händler in Kontakt treten, so kann er zukünftig ein Rücksendeetikett ausdrucken und die Ware zurücksenden. Bis dato musste sich der Kunde mit dem Händler in Verbindung setzen. Dieses Vorgehen erschien sinnvoll, da der Seller auf diese Weise bei Nutzung, Problemen oder Installation des Produktes unterstützen konnte.

Ferner führt Amazon die Funktion „returnless refunds“ ein. Hiernach soll der Seller Ware erstatten, ohne dass der Kunde das Produkt zurückschicken muss. Amazon beruft sich in seiner E-Mail im Hinblick auf die Einführung dieses Features auf den ausdrücklichen Wunsch der Seller. Für den Händler soll der Vorteil darin liegen, dass er keine Produkte mehr zurücknehmen muss, deren Retoure teuer oder die schwer erneut zu verkaufen sind.

Laut den Ausführungen von Amazon können ausgewählte Produkte von der Rückgabe ausgeschlossen werden. Ebenso sei der Service, den Preis eines Produktes zu erstatten, ohne die Ware zurückzunehmen, optional.

Der Befürchtung der Seller, dass Kunden die Erstattungsregel ausnutzen könnten, entgegnet Amazon, dass Kunden niemals über die Gründe für eine Retoure lügen.

Auswirkungen auf die Kunden

Kunden müssen gegebenenfalls damit rechnen, dass die Seller ihre Verkaufspreise neu kalkulieren und anpassen, da sich die aktuellen Preise durch die Übernahme der Rücksendekosten möglicherweise nicht mehr rechnen.

Mit den neuen Richtlinien werden Seller auf eine Stufe mit den Vendoren gestellt. Amazon setzt damit seine Strategie der Vereinheitlichung der Regeln bei den Händlern fort.

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