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Harter Brexit: Chance für deutsche Online-Händler

Harter Brexit – Folgen für den eCommerce

Was kaum jemand ahnte – Großbritannien ist nach China der zweitgrößte Auslandslieferant deutscher Online-Shopper. Ein harter Brexit, wie er am 29.03. droht, würde den Internetkäufer hierzulande stärker treffen als gedacht. Für deutsche Versender bietet der harte Brexit jedoch auch neue Chancen.

Zoll & Steuern für britische Importe drohen

Über 71 Prozent der Deutschen, die im Internet einkaufen, bestellen ihre Waren auch im Ausland. Das bedeutet, dass etwa 5,3 Milliarden des Shoppingumsatzes auf importierte Waren und Dienstleistungen entfallen. Dies geht aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft PWC hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Etwa 34 Prozent der deutschen Online-Shopper bestellen dabei in britischen Shops.

Neben vielen weiteren Änderungen für Online Händler 2019 droht im März vor allem ein harter Brexit. Mit einem solchen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU wird der Einkauf in britischen Online Shops deutlich schwieriger. Denn in einem solchen Fall wird Großbritannien für Deutschland und die EU mit Drittländern wie China oder die USA gleichgestellt. Damit würden Waren ab einem Einkaufswert von 150 Euro den Zolltarifen unterliegen und ab einem Wert von 22 Euro wäre eine Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent fällig.

Viel Arbeit für den deutschen Zoll glaubt PWC-Zollexperte Michael Tervooren. „Wenn die Zollbehörden zusätzlich zum China Warenstrom noch den bis jetzt größten EU-Warenstrom abwickeln müssen, dann könnte es eng werden.“

Große Nervosität bei britischen Online Shops

Für in Großbritannien ansässige Shops, die im Schnitt mehr als zehn Prozent ihrer Ware ins Ausland liefern, wird es in Zukunft deutlich schwieriger am Markt zu bestehen. Dies sorgt für große Nervosität. Nachdem Premierministern Theresa May im Dezember keine Mehrheit für ihre Brexit-Pläne gewinnen konnte und die Abstimmung im Unterhaus verschob, stürzte die Aktie des Anbieters Asos, der vermehrt über DPD nach Deutschland und Skandinavien liefert, innerhalb weniger Tage um über 53 Prozent..

Aber: Bei Sendungen aus China scheinen ähnliche Zollgebühren und zusätzliche Steuern den deutschen Online-Shopper nicht abzuhalten. Denn laut der PWC-Studie ist China noch vor Großbritannien, den USA und Österreich der beliebteste, ausländische Marktplatz für Onlinekäufe aus Deutschland. 51 Prozent der deutschen Kunden, die in den letzten beiden Jahren online kauften, taten dies in einem chinesischen Online Shop.

Große Chance für den deutschen Online-Handel

Der Einkauf in chinesischen Online Shops könnte zukünftig jedoch teurer werden. Denn laut dem Handelsblatt könnten die derzeitigen Transportsubventionen des Weltpostvereins für chinesische Online-Händler wegfallen. Hierin besteht die erste Chance für deutsche Versender.  Denn durch eine Anhebung der Postgebühren für chinesische Online-Händler steigen die Hürden für den deutschen Online-Shopper.

Eine weitere gute Nachricht: Deutsche Händler, die nach Großbritannien versenden, wären zumindest juristisch auch nach einem harten Brexit nicht von bürokratischen Hürden betroffen. „Allein der Versand in ein künftiges Nicht-EU-Land führt zu keinen rechtlichen Änderungen für deutsche Online-Händler.“ bestätigt Florian Seikel, Director Public Affairs beim europäischen Onlinehandelsverband Händlerbund. Da lohnt es sich beispielsweise das eigene Amazon-Listing für die europäischen Marktplätze zu optimieren.

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